
Wenn man einer alten Legende glaubt, ist Reis das wundervolle Produkt einer großen Liebe: Einst, vor langer, langer Zeit, liebte der Himmel die Erde. Als er sich über sie beugte, um sie zu küssen, fielen ihm einige Getreidekörner aus der Tasche und begannen, auf der Erde zu wachsen.
In vielen Kulturen wird Reis noch heute große Ehre zuteil, sind Reis-Mythen lebendig und ist Reis Bestandteil von Bräuchen
Sogar in Deutschland gibt es Beispiele: Das Werfen von Reis bei Hochzeiten ist eine aus Asien stammende Tradition, die den frisch Vermählten Kindersegen bescheren soll. Reis gilt als Fruchtbarkeitssymbol.
Auch in Indien wird das Brautpaar mit Reis überschüttet und währen die Braut das Ja-Wort spricht, werden Reiskörner in einen Zipfel ihres Saris eingewickelt.
In Bangladesch sind Reiskuchen Teil der Hochzeitszeremonie.
Im asiatischen Raum spielt Reis bei vielen Neujahrsbräuchen eine wichtige Rolle
In China wird eine Woche vor Neujahr süß-klebriger Reis dem Küchengott geopfert, damit er dem himmlischen Jadekaiser nur Positives berichtet.
Circa zwei Wochen nach Neujahr, werden am Laternenfest Klößchen aus klebrigem Reismehl mit süßer Füllung, gegessen. Da im Chinesischen der Name der Klößchen und das Wort Familientreffen sehr ähnlich klingen, ist das Gericht ein Symbol für die Eintracht der Familie.
Die Japaner verspeisen am Neujahrsmorgen süße Bällchen aus gestampftem Kleb-Reis – angeblich bringt dieser Brauch Glück.



